Mittwoch, 27. Oktober 2010

26. Oktober 2010 lava, wasser und feuerberge

man könnte meinen wir fallen hier jeden tag aus dem bett.
unser weg sollte diesmal in die inselmitte führen. gesagt getan. mitten durch die weißen berge (montana blanca) und links ab vor den schwarzen bergen (montana negra) – auf die blauen haben wir vergeblich gewartet – sind wir zuerst nach tiagua.

direkt hinter diesem kleinen verschlafenen städtchen sind wir dann rechts ab ins niemansland gebogen um vor einem freilichtmuseum auszukommen. hier kann man das leben der früheren bauern auf den kanaren erleben, den feldanbau ansehen und wein probieren. letzters hat uns dann direkt dazu bewogen ein fläschchen zu kaufen.

wieder auf der strecke ging es dann über soo (der ort heißt wirklich so(o), wir waren nicht betrunken) zum sportlerparadies „la santa“. hier trainiert die elite und die normalsterblichen als gälte es täglich eine sportliche höchstleistung zum tagesziel zu machen. wir beiden sportbegeisterten sind also direkt richtung club la santa gefahren, scharf rechts abgebogen, um den club herum und schnell weiter richtung feuerberge.

vor dem eigentlichen nationalpark gibt es hinter tinajo ein besucherzentrum in dem man einen ersten eindruck der feuerberge bekommt. über holzstege kann man die lavafelder bestaunen und sich über die entstehung der feuerberge informieren.
dann ging es endlich richtung timanfaya. am eingang des besucherzentrums hatte sich allerdings so eine lange schlange gebildet, dass wir erstinmal die flucht angetreten sind und die umgebung erkundet haben.

vorbei an lavafelsen sind wir wieder richtung küste und haben die salinas de janubio betrachtet. die eigentlich stillgelegten salinen werden wieder genutzt um das prinzip der salzgewinnung zu demonstrieren. weiter an der schroffen küste, wo die heiße lava das meerwasser berührt hat und bizarre formen entstanden sind, bis nach „los hervideros“. zwei im wasser liegende felshöhlen die man von oben betrachten kann und zusehen kann wie die gischt an den felswänden schäumt.

ein nächster zwischenpunkt auf dem rückweg zu den feuerbergen war „el golfo“ , der auch als grüne lagune bezeichnet wird. eine lagune, die vom meerwasser gespeist wird und knatsch grün ist durch die meerwasseralgen. allerdings sieht man das nur von oben und so haben wir uns den weg an den rand des sees erstmal geknickt.

zum schluss haben wir dann unser eigentliches tagesziel dann doch erreicht. im timanfayapark haben wir erst im restaurant el diabolo hähnchen und schwein gefuttert. das essen wird auf einem grill zubereitet, der über einem hitzeschlot ist. quasi essen zubereitet durch erdwärme. der ausblick auf die feuerberge während des essens war grandios. sehr lustig waren aber auch die besucher vor der scheibe, die bei einer vorführung in der wasser in ein erdrohr geschüttet wird und dann explosionsartig nach oben schießt, immer wieder zusammenzuckten.

nachdem wir uns angeschaut haben wie in 6m tiefe ein trockener busch feuer fängt und ebenfalls beim wasserspiel zusammengezuckt sind haben wir uns der bustour durch die eigentlichen feuerberge angeschlossen. zwischen bizarren erkalteten formen, kratern und hügeln fuhr der bus auf einer recht schmalen strecke eine fast 40 minütige runde. zwischenzeitlich haben wir uns gefragt ob die künste des busfahrers oder die der natur atemberaubender waren.

zurück zum hotel ging es über das einkaufzentrum. ein abend mit wein, käse, schinken und melone auf der terasse machten den tag dann rund.

25, Oktober 2010 der hohe norden

wieder früh auf den beinen ging es heute in den hohen norden.
nach einem kurzen sehr unfreiwilligen abstecher mitten in die hauptstadt arrecife – ich bin halt tinatina, nicht tomtom – fuhren wir über san bartolome nach guatiza zum kaktusgarten (gestaltet von manrique). so viele kakteen auf einem ort sind unglaublich. zur erholung haben wir uns dann einen cafe con leche auf der terasse des gartens mit blick über die kakteengärten der stadt, die zur conchinillenzucht (das sind die läuse die man für das karmin-rot braucht) genutz werden, gegönnt.

frisch erholt sind wir weiter, vorbei an ? mit einem blauen haus an einer bucht mit schäumender gischt bis zu den jameos del aqua (gestaltet von manrique). über einen schön gestalteten treppenabgang geht es über mehrere etagen einer höhle mit restaurant bis an einen see in einer höhle, dieser ist unterirdisch mit dem meer verbunden und ist somit gezeitenabhängig. das besondere sind allerdings die kleinen blinden albinokrebse, die sonst nur in der tiefsee vorkommen.

direkt nebenan liegen die cuevas de los verdes – die höhlen der grünen (so hieß damals die dort ansässige familie). in einer 40 minütigen führung wird man in die unterirdische welt der erkalteten lava geführt. tropfsteine gibt es hier nicht, da es hier kaum regnet. trotzdem ist die höhle sehr sehenswert gewesen.

über die hafenstadt orzola, die keine großen highlights für uuns bereit gehalten hat, ging es zum nördlichsten ende, dem mirador del rio (gestaltet von manrique, wem sonst).

wie ein schwalbennest hängt eine verglaste lavablase am felsen hoch über dem „rio“ , dem stückchen meer zwischen lanzarote und la graciosa. bei strahlendem sonnenschein bot sich uns ein herrlicher ausblick auf die stillgelegten salinen und la graciosa.

den rückweg traten wir über haria- im tal der tausen palmen an. über serpentinen schraubten wir uns in die höhe um einen schönen ausblick auf haria und die nordküste zu haben. zurück zum hotel ging es dann mit einem großen umweg – vorbei an arrecife.

24. Oktober 2010, markt und manrique

die eine stunde zeitverschiebung hat dafür gesorgt, dass wir schon früh wach waren. nach dem frühstück sind wir dann auch gleich los nach teguise.
der sonntägliche markt mit allerlei angeboten wie kanarischen und afrikanischen produkten, souvenirs und gemüse bot sich zum schlendern an und war ein guter auftakt in den tag.

direkt neben der stadt liegt das kleine alte castello de santa barbara. von hier oben hatten wir einen schönen überblick über die inselmitte bis zum meer.
weiter ging es zur „fundacion cesar manrique“. einem künstlerisch gestalteten haus, welches in lavablasen gebaut ist und von manrique gestaltet wurde. cesar manrique ist der eigentliche „retter der insel“, er hat dafür gesorgt, dass auf lanzarote keine hohen gebäude stehen und die natur mit dem menschen und seinen gebäuden in einklag ist. für weiteres: auf google mal nachlesen!

auf dem rückweg haben wir dann einen ziemlich bizarren, einsamen steinbruch gefunden in dem wir erstmal gemütlich gepicknickt haben, der wahrscheinlich aussergewöhnlichste ort unseres lebens für ein picknick.

als nächstes haben wir das monumento al campesino (gestaltet von manrique), das bauerndenkmal angeschaut. neben einer skulpur, die ganz abstrakt einen bauern mit dromedar und esel darstellen soll, werden hier gerätschaften aus der früheren landwirtschaft gezeigt. das angrenzende restaurant hat eigentlich zum verweilen eingeladen, die wartezeit auf einen tisch dann eher nicht.

auf dem rückweg zum hotel habe wir dann noch christians berge, die montanas gaida (ja, die heißen wirklich so) erkundschaftet und sind dann ins weinanbaugebiet la geria gefahren. ins weinbaugebiet darf man hierbei wörtlich nehmen, da man auf lanzarote wohl der meinung ist, dass ein weg von a nach b völlig ausreicht, auch wenn das eigentlich nur die versorgungsstrasse für den weinbauern ist. egal, das auto hat alles toll mitgemacht, wahrscheinlich sowieso nicht zum ersten mal.

23. 0ktober 2010 düsseldorf - bilbao - arrecife

eigentlich lief der ganze tag recht entspannt. morgens am flughafen noch einen kaffee und dann ab in den flieger nach bilbao. naja, nicht ganz ab in den flieger. wir haben eine kleine pause am gate eingelegt, da an unserer maschine ein reifen gewechselt werden musste.
nachdem wir uns in den miniflieger (50 passagiere) gequetscht hatten ging es dann aber zügig los.
angekommen in bilbao wollten wir uns zum anschlussflug durchfragen, mussten aber feststellen, dass es so etwas hier nicht gibt. also hat die nette dame am schalter erstmal beim bodenpersonal nachgefragt, ob unser gepäck denn direkt weitergeleitet wird (ja, wurde es) und hat uns dann zum ausgang geschickt, um im oberen stockwerk wieder ins gebäude zu gehen um zum gate (eines von insgesamt 12) zu gehen. nach einem imbiss – was immer das war, was wir gegessen haben, einmal im leben reicht völlig aus – konnten wir boarden.
in der maschine selbst gab es dann nur snacks und getränke gegen bezahlung, gut das wir noch gegessen hatten :-))

angekommen in arrecife haben wir schnell unseren mietwagen bekommen einen kleinen ford fiesta und sind nach einem einkauf direkt ins hotel gefahren.
nach auspacken und abendessen haben wir noch einen kleinen spaziergang gemacht und sind jetzt auf dem weg ins bett, da wir morgen nach teguise zum markt wollen.

Freitag, 15. Oktober 2010

nur noch eine woche...

morgen in einer woche ist es so weit.
unser lang ersehnter urlaub ist in greifbarer nähe. wenn auch der eigentliche hinflug mit einem zwischenstop für uns nichts ungewöhnliches ist, wirkt es doch befremdlich auf dem weg auf die kanarischen inseln zwischenzulanden. nun ja, wir wollten schon immer mal den flughafen von bilbao (hinweg) und den flughafen von madrid (rückweg) kennenlernen.

nächste woche werden wir dann unsere koffer packen und hoffentlich vor dem nieseligen herbstwetter fliehen und auf den "glücklichen inseln" unseren vorrat an sonne für den winter auftanken.

macht euch selber einen eindruck, wieso wir vor vorfreude fast platzen.

http://www.lanzarote-virtual.com/de/lanzarote-rundreise/lanzarote-inselkarte?gclid=CJ25y9fN1aQCFc2R3wodzhmnLQ